NEUROLOGIE FÜR
KINDER UND JUGENDLICHE

DR. AXEL PANZER + DR. MANUELA THEOPHIL

Sprechzeiten

  • Montag 9 - 12 Uhr | 14 - 17 Uhr
  • Dienstag 8 - 12 Uhr | 14 - 18 Uhr
  • Mittwoch 8 - 11 Uhr                       
  • Donnerstag 8 - 12 Uhr | 14 - 16 Uhr
  • Freitag 8 - 10 Uhr                       

Kontakt

Was wir tun


Unsere Praxis für Neuropädiatrie ist zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit neurologischen Erkrankungen zugelassen wie auch kinderärztlich im Sinne der allgemeinen medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Unser Ziel ist, Kinder und Jugendliche ganzheitlich in ihrem Umfeld medizinisch betreuen zu können und kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen und Herausforderungen im Bezug auf die Gesundheit zu sein.
Die Neuropädiatrie hat die Aufgabe, neurologische Erkrankungen im Kindes – und Jugendalter zu erkennen und zu behandeln. Da Ursachen und Symptome sehr vielgestaltig sein können bedarf dies einer sorgfältigen Betrachtung, Dokumentation und körperlichen Untersuchung. Diese können wir durch neuropsychologische Testverfahren ergänzen. Weitere Untersuchungsverfahren der Funktion des Nervensystems sind das Elektroenzephalogramm (EEG), Evozierte Potenziale (akustisch, visuell, somatosensorisch) oder die Nervenleitgeschwindigkeitsmessung.

Begriffserklärungen

Das Elektroenzephalogramm misst die Summe der elektrischen Aktivität des Gehirns. Dazu werden kleine Metallelektroden, die in eine Mütze eingewebt sind, auf dem Kopf plaziert. Es bedarf noch einer kleinen Menge eines Kontaktgels – dann können die hochsensiblen Verstärker unseres EEG Gerätes die Hirnstromaktivität unter den jeweiligen Elektroden (bis zu 32 Stück) sichtbar machen: es entsteht eine Kurve auf dem Bildschirm. Das dazu der Kopf ruhig gehalten werden muss ist eine technische Notwendigkeit – aber gerade bei kleinen Kindern nicht immer gegeben. Dann bedarf es Geduld, ein auswertbares Ergebnis zu bekommen. Da das EEG sich im Schlaf stark von dem im Wachen unterscheidet ist oft eine Einschlafableitung wünschenswert. Darüber hinaus wird ein Flackerlicht gezeigt, um die Reaktion des Gehirns darauf zu testen und wenn möglich das Kind aufgefordert zu pusten um Veränderungen im EEG unter diesen Bedingungen zu beurteilen. Das EEG dauert in der Regel nicht länger als 30min. Das Gel trocknet dann und ist jederzeit leicht aus den Haaren zu waschen (wasserlöslich).
Reizt man Nerven, sei es durch Geräusche (akustisch), durch Lichtreize oder Kontraste (visuell), oder direkt durch einen niedrigen Strom über dem Nerven unter der Haut so lässt sich die Leitung des Reizes und seine erste Verarbeitung im Gehirn messen. Dazu wird über der Hirnregion eine Elektrode auf dem Kopf plaziert, in der diese Reizverarbeitung stattfindet. Wiederholt man nun immer wieder den gleichen (diskreten) Reiz und misst die Dauer bis zur Reizantwort im Gehirn, so kann man eine Aussage über die Funktionsfähigkeit dieses Systems treffen.
Zur Messung der Nervenleitgeschwindigkeit ist das Wissen über den Verlauf der Nerven notwendig. Ein leichter Reizstrom wird über jeweils einem spezifischen Nerven gegeben und die Dauer gemessen bis dieser Impuls entweder am versorgten Muskel sichtbar wird (zieht sich zusammen), oder an einer entfernten Stelle des Nerven selbst. Dazu werden an diesen Messpunkten kleine Metallelektroden aufgeklebt. Die Ergebnisse geben Aufschluss über die Funktionsfähigkeit der Nerven.


Manche Ursachen lassen sich anhand von Laboranalysen identifizieren, manche durch eine genetische Diagnostik. Bildgebende Verfahren, meist die Magnetresonanztomographie (MRT), wird in Kooperation mit entsprechenden Partnern der Radiologie organisiert. Anhand der erhobenen Befunde lässt sich dann oftmals eine Diagnose erhärten.

Häufige Krankheitsbilder im Kindes - und Jugendalter sind:

Die körperliche, geistige und seelische Entwicklung des Kindes folgt einem festgelegten Verlauf und ist dennoch individuell geprägt. Daher ist es nicht immer möglich, abweichende Entwicklungsbesonderheiten frühzeitig als solche zu erkennen. Bei ausgeprägten Entwicklungsstörungen sollte ein an die Bedürfnisse des Kindes angepasstes Förderungskonzept umgesetzt werden. Zur Klärung der Ursache sind weitere Untersuchungen der Funktionen und der Struktur des Nervensystems sowie des Stoffwechsels erforderlich. Entwicklungsstörungen werden danach eingeteilt, ob sie alle Entwicklungsbereiche betreffen oder z.B. nur die Sprache oder vor allem die soziale Wahrnehmung wie bei der Autismus Spektrum Störung.
Akute Entzündungen des zentralen Nervensystems wie eine Meningitis sind hochakute Erkrankungen und müssen sofort im Krankenhaus behandelt werden. Vor allem chronisch entzündliche Erkrankungen gehen mit Funktionsverlust unterschiedlichen Ausmaßes einher. Diese Symptome können stark schwanken je nach Aktivität des entzündlichen Prozesses. Hier bedarf es langfristiger entzündungshemmender Therapie und Strategie, die angepasst an die Beschwerden erfolgen muss. Entzündliche Erkrankungen sind z.B.: Multiple Sklerose, Guillain Barre Syndrom
Nervenausfälle können angeboren sein, durch Verletzungen oder lokale Entzündungen entstehen. Entscheidend ist die rasche Diagnosestellung um die Frage nach der Ursache systematisch zu klären. Nervenausfälle sind z.B.: Fazialisparese.
Als Anfälle werden Ereignisse bezeichnet, die plötzlich auftreten und zeitlich begrenzt sind. Ist die Ursache eine fehlerhafte Überaktivität des Gehirns zu dem Zeitpunkt, so spricht man von einem epileptischen Anfall. Treten derartige Ereignisse wiederholt auf, so handelt es sich um eine Epilepsie Erkrankung. Entsprechend den Funktionen unseres Gehirns kann das Aussehen von epileptischen Anfällen sehr unterschiedlich sein – wenn das gesamte Gehirn betroffen ist kommt es zum Bewusstseinsverlust. Das Elektroenzephalogramm kann die Übererregung von Nervenzellverbänden des Gehirns sichtbar machen und ist die diagnostische Methode der Wahl. Epileptische Anfälle, Alter und Entwicklungsverlauf, EEG und weitere Befunde erlauben die Zuordnung zu einer speziellen Epilepsiediagnose. Auf dieser Basis ist eine Therapieplanung möglich wie auch eine Einschätzung des zu erwartenden Verlaufs der Erkrankung (denn eine Epilepsie ist nicht unbedingt eine lebenslange Erkrankung). Epilepsiesyndrome bei Kindern sind z.B.: Rolando Epilepsie, Absencen; bei Jugendlichen: juvenile Myoklonusepilepsie, Grand Mal Epilepsie.
Unsere Muskulatur wird direkt von Nervenfasern versorgt, deren Zellen im Rückenmark angelegt sind. Störungen dieser Einheit von Nerv und Muskel werden neuromuskuläre Erkrankungen genannt. Das wesentliche Symptom ist eine Schwäche – diese kann den ganzen Körper betreffen oder nur partiell vorhanden sein. Die Steuerung des Gehirns ist dabei meist intakt, nur kommen die Impulse abgeschwächt beim Muskel an oder werden von diesem nur eingeschränkt umgesetzt. Neben der neurologischen Untersuchung sind die Messung der motorischen Nervenleitgeschwindigkeit sowie Laboranalysen indiziert. Neuromuskuläre Erkrankungen sind z.B.: spinale Muskelatrophie, Muskeldystrophie.
Bewegungsabläufe unterliegen unserer Willkür – wir bestimmen weitgehend, wie wir uns bewegen. Voraussetzung ist jedoch, dass sowohl die Steuerung der Muskulatur abgestimmt erfolgen kann als auch die Kraft entsprechend dosiert wird. Diese Funktionen können dauerhaft beeinträchtigt sein oder nur während kurzer Episoden. Bewegungsstörungen sind z.B. Dyskinesien wie Tics oder das Tourette Syndrom, spastische Bewegungsstörung, Zerebralparese.
Kopfschmerzen kennen viele Kinder und Jugendliche meist nur gelegentlich. Treten die Beschwerden häufiger auf und beeinträchtigen das Wohlbefinden nachhaltig, so ist eine systematische Analyse möglicher Ursachen vorzunehmen. Oft spielen bei der Entstehung der Beschwerden viele Dinge eine Rolle wie körperliche Aktivität, Schlafverhalten oder andere Belastungen . Basis für eine Behandlung ist der Kopfschmerzkalender. Er gibt einen Überblick über Häufigkeit und tageszeitliche Bindung, Stärke und Art des Kopfschmerzes. Oft sind auch Auslöser und weitere Faktoren wichtig zu dokumentieren. Weiterhin sind andere organische Ursachen auszuschließen. Die Behandlungskonzepte schließen Entspannungsverfahren, Ausdauersport, Schmerztherapie und Änderungen im Lebensrhythmus mit ein. Kopfschmerzerkrankungen sind: Spannungskopfschmerz, Migräne, Kopfschmerz nach Trauma oder anderer Störung des zentralen Nervensystems.

WER WIR SIND


Frau Dr. Manuela Theophil und Herr Dr Axel Panzer sind bereits seit 10 Jahren ein neuropädiatrisches Team in den DRK Kliniken Berlin I Westend und treten jetzt für die Versorgung der kleinen und größeren neuropädiatrischen Patienten in Potsdam und Umgebung an.
Frau Sylvia Linkhauer aus unserem Team ist in der neurophysiologischen Diagnostik versiert und führt die Kinder und Jugendlichen sicher durch diese besondere Untersuchungssituation. Als Dozentin im Rahmen der ärztlichen Ausbildung für EEG konnten auch schon viele Kinderärzte davon profitieren. Katharina Bokowski managt routiniert die Organisation unserer Praxis. Ohne Sie läuft nichts. Wir suchen noch Unterstützung.

Unsere Praxis ist zertifizierte Epilepsieambulanz nach der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie. Wir sind Standort des Zentrums für Muskelerkrankungen Berlin Brandenburg.

Ich, Dr. Manuela Theophil, habe in Würzburg Medizin studiert. Meine Facharztausbildung habe ich in den Kinderkliniken in Passau und Potsdam erhalten. In Zusammenarbeit mit dem Ernährungsinstitut in Rehbrücke habe ich zum Thema Frühgeborenengastroenterologie promoviert. Nach der Facharztprüfung habe ich für ein weiteres Jahr im Sozialpädiatrischen Zentrum in Potsdam gearbeitet, um dann meine weitere neuropädiatrische Ausbildung in der Kinderklinik der DRK Kliniken Berlin Westend fortzusetzen. Während meiner Tätigkeit in der neuropädiatrischen Sprechstunde erwarb ich die Qualifikation EEG und Epileptologie. Ab 2016 war ich dann als Oberärztin in der Allgemeinpädiatrie mit Schwerpunkt Neuropädiatrie tätig. Außer in der Epileptologie habe ich meinen Schwerpunkt in der Betreuung der Kindern mit neuromuskulären Erkrankungen, insbesondere von Kindern mit Spinaler Muskelatrophie.
Ich freue mich sehr auf die neue Tätigkeit in der Praxis und ihnen noch intensiveren Kontakt mit den Kindern und ihren Familie und in neuen Netzwerkstrukturen als dies bisher schon der Fall war.
Studium der Humanmedizin an der Freien Universität (FU) Berlin in den 80er Jahren. Im Anschluss folgte die Facharztausbildung zunächst in der Abteilung für Neurologie und Psychiatrie des Kindes – und Jugendalters der FU, dann in der Abteilung für Neurophysiologie (zertifizierte Qualifikation in EEG, EP; Ausbilder/ Prüfer der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie). Es folgten 3 Jahre Ausbildung in der Neonatologie und Promotion zum Thema neonatales EEG und neurologische Entwicklung (Mitglied der Gesellschaft für Schlafforschung/ Schlafmedizin). Dann Wechsel an die Klinik für Kinder und Jugendmedizin mit Schwerpunkt Neuropädiatrie der DRK Schwesternschaft in Berlin Charlottenburg (erst Pulsstraße, später Klinikum Westend) Facharzt für Kinder und Jugendmedizin 1999, Mitglied der Gesellschaft für Neuropädiatrie und Erwerb der Schwerpunktbezeichnung nach deren Einführung 2007 (Weiterbildungsberechtigter/ Prüfer der Ärztekammer Berlin). Nach oberärztlicher Tätigkeit und Aufbau/ Leitung eines MZV am Standort seit 2009 Leitung des Epilepsiezentrums/ Neuropädiatrie an den DRK Kliniken WestendNeben der klinischen Neuropädiatrie ist die Epileptologie mein Schwerpunkt (Zertifikat/ Ausbilder/ Prüfer Epileptologie der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie). Die tägliche Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen ist für mich wesentlich. Ganz gleich was kommt, den Weg gemeinsam meistern. Gern gestalte ich mit meinem Team Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern, aber auch für pädagogisches Personal oder für die Öffentlichkeit ganz allgemein. Dazu gehören auch Fachvorträge für ärztliche Kolleginnen und Kollegen, Veröffentlichungen und die medizinische Ausbildung.
Das Team

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Medizinische Kinderschutzhotline 0800 19 21 00 0
Giftnotrufzentrale (24h) (030) 19 24 0

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